Kunstgeschichte - Blog

Wunderkammer Berlin

Aug 28, 15 • Gegenwart, MuseumNo CommentsRead More »

Um dem Gefühl der Banalisierung der Gegenwartskunst zu entgehen und die Möglichkeiten der Kunstrezeption zu erweitern, verfolge ich seit einiger Zeit das Interesse, die Wechselwirkung zwischen Kunst und (Natur)Wissenschaften aufzuspüren. Die Idee Kunst und Zweige der Wissenschaft im reflexiven Kontext zu denken, kommt nicht von ungefähr. So präsentierte die 8. Berlin Biennale  zeitgenössische Werke im Ethnologischen Museum. Ja, die gesamte Biennale vermittelte den Eindruck, es ginge um eine erneute Vermessung der Welt in politischer, wissenschaftlicher und künstlerischer Hinsicht. Als Beispiel sei hier das Werk von Mathieu Kleyebe Abonnenc im Haus am Waldsee erwähnt.

Auch der Blick in die Geschichte der Kunst zeigt, dass Kunst und die Erforschung der Natur und Gesellschaft einander bedingen. Darum ist es schlüssig, dass die Londoner Museen diesen Ausgangspunkt für eine Marketing- und Vermittlungsaktion wählten. Unter dem HashTag #MUSEUMINSTASWAP werden Artefakte virtuell aus unterschiedlichen Häusern zusammengeführt. Genaueres ist bei Christian Griess zu finden.

Von der obigen Idee geleitet, wählte ich meine Route für die Lange Nacht der Museen Berlin (29.8.2015 18:00 – 2:00):

Museum für Naturkunde – Performance: Wie sehen Sinne aus?
Tieranatomisches Theater – Gespräch zwischen WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen: Dialoge über Objekte
Museum der Stille – Vorführung: Kunst trifft Wissenschaft
Mocta – Museum of Contemporary Trashart – Mensch-Raum-Collage

 

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